Grundregeln für einen wertschätzend geführten Bewerbungsprozess

    Heutzutage ist es schwierig genug, überhaupt an Bewerber zukommen. Landen dann doch ein paar wenige Bewerbungen auf dem Schreibtisch, dürfen diese auf keinen Fall vergrault werden.
    3 min read • Nov 17, 2022 • Updated: Dec 23, 2023
    By Thomas Völkl
    Bewerbungsmanagement
    Grundregeln für einen wertschätzend geführten Bewerbungsprozess

    Grundregeln für einen wertschätzend geführten Bewerbungsprozess

     

    Heutzutage ist es schwierig genug, überhaupt an Bewerber zukommen. Landen dann doch ein paar wenige Bewerbungen auf dem Schreibtisch, dürfen diese auf keinen Fall vergrault werden.

     

    Und das geschieht häufig durch einen schlecht geführten Bewerbungsprozess!

    Checkliste für eine erfolgreiche Personalauswahl

    Deshalb habe ich Ihnen heute eine kleine Checkliste für Ihre erfolgreiche Personalauswahl erstellt. Setzen Sie alle Punkte in die Tat um, wird Ihr Recruiting erfolgreicher sein. Und Sie werden am Ende auch den Kandidaten positiv in Erinnerung bleiben, denen Sie eine Absage schicken mussten.

     

    Kommunizieren Sie transparent

    Eine Umfrage der Firma Softgarden unter knapp 1800 Bewerbern hat beispielsweise ergeben, dass sich 91 Prozent der Befragten detaillierte Informationen zum Bewerbungsprozess wünschen. Geben Sie also immer einen kurzen Stand zum aktuellen Status der Bewerbung. Und zeigen sie gleich von Anfang an transparent auf, welche Schritte Ihr Bewerbungsmanagement hat.

     

    Nennen Sie Namen

    Menschen möchten mit Menschen kommunizieren! Nur so entsteht ein exzellenter Kontakt auf Augenhöhe. Übrigens: Dem Bewerber sollte dabei eine konkrete Person im Unternehmen zugeordnet sein, über die alle Kontaktaufnahmen erfolgen. Und das beginnt schon mit der Stellenanzeige!

     

    Halten Sie Kontakt

    Kommunizieren Sie, was es zu kommunizieren gibt. Ihr Kandidat hat ein Recht darauf, zu erfahren, woran er gerade ist. Während des gesamten Bewerbungsprozesses! Erhält Ihr Kandidat nach Eingang seiner Bewerbungsunterlagen über drei Wochen hinweg keine Rückmeldung über den weiteren Auswahlprozess, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass der Kandidat abspringt. Ein kurzer Anruf zwischendurch hält den Kontakt.

     

    Sorgen Sie für Berührungspunkte

    Sie benötigen positive “Touch Points”. Diese Berührungspunkte können Sie gezielt steuern, angefangen bei einer professionell gestalteten Bewerbungsseite bis hin zu eigenen Landing-Pages im Internet für verschiedene Zielgruppen. Platzieren Sie mehrere positive Berührungspunkte über den ganzen Bewerbungsprozess verteilt.

     

    Bleiben Sie bei der Wahrheit

    Auch Kandidaten, welche letztendlich nicht eingestellt werden, können mit einer Absage besser umgehen, wenn im Vorfeld eine freundliche, transparente und ehrliche Atmosphäre zu spüren war. Vergessen Sie nicht, Ihre Bewerber von heute können morgen Ihre neuen Kunden sein! Und je individueller Sie begründen, warum Sie tun, was Sie tun, desto besser werden die Gründe akzeptiert.

     Holen Sie sich Feedback

    Bitten Sie Ihre Bewerber am Ende eines Bewerbungsgesprächs um das Ausfüllen eines Feedbackfragebogens. Sie erhalten ein hilfreiches Feedback zu Ihrem Bewerbungsprozess. Das Ergebnis wird Ihnen hilfreiche Tipps und Eindrücke vermitteln.

      

    Sorgen Sie für nachhaltige Erinnerungen

    Wie Sie das schaffen? Mit einem Give-away. Eine kleine Aufmerksamkeit Ihres Unternehmens. Beispielsweise einen Stift oder einen Block. So schaffen Sie es, ohne großen finanziellen Aufwand, dass der Kandidat auch noch in seinem Zuhause an Ihr Unternehmen denkt. Und der Bewerbungsprozess positiv in Erinnerung bleibt.

     

    Hören Sie nicht immer auf Ihren Bauch

    Unser Bauch hat oft recht, oft aber auch nicht. Sträubt sich Ihr Bauchgefühl gegen einen Kandidaten, brechen Sie den Prozess oder das Gespräch nicht sofort ab, sondern hören Sie gerade deshalb nochmals genauer hin. Oftmals wird man dann positiv überrascht!

     

    Noch mehr Tipps zum Thema – Bewerbermangel finden Sie in meinem Fachblog “Bei uns bewirbt sich einfach keiner mehr.”

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